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Aktuelles

Gedanken zum Pfingstfest 2018

Das Kommen des Heiligen Geistes:
„Als der Tag für das Pfingstfest gekommen war, waren sie alle beisammen am gleichen Ort. Da erhob sich plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie weilten. Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten und einzeln herabsenkten auf einen jeden von ihnen; und alle wurden erfüllt von Heiligem Geist und fingen an, in anderen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen zu sprechen verlieh.
– Apg 2,1–4
Als sich nun dieses Brausen erhob, lief die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn es hörte ein jeder in seiner eigenen Sprache sie reden.
– Apg 2,6

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, liebe Gäste aus der Vergangenheit und der Zukunft und Unterstützer des Edith-Stein-Hauses Parchim!

Das geschah vor etwa 2000 Jahren und ist zu lesen in der Apostelgeschichte.esh pfingstbrief bild flamme

Wie glücklich würde ich sein, wenn dieses heute noch geschieht, das „VERSTEHEN“, wenn uns etwas gesagt, mitgeteilt wird. Egal, in welchem Bereich des Lebens dieses geschieht. Es ist so ungemein wichtig, die Worte zu hören, zu verstehen und auch zu begreifen sowie zu verinnerlichen. Dies muss nicht mit Sturm und Brausen und Feuerzungen erfolgen, es reicht wohl die eigene Anstrengung und der Wille, sich auf die Worte und Gesten, die als stilles Wort gelten – wie z.B. das kleine Kind was die Arme ausstreckt, um auf den Arm genommen werden möchte - des Gegenübers einzulassen. Sich konzentrieren und bereit zu sein zuzuhören, um zu erfahren, was mein Nächster von mir möchte. Egal, ob wir hier von Gottes Wort sprechen oder die Worte unseres Partners, unseres Kindes, unseres Nachbarn oder Kollegen, vielleicht auch eines Fremden hören. Wie oft passiert es uns, dass wir aneinander vorbeireden und es einfach nicht verstehen oder auch nicht verstehen wollen, was der Andere uns sagen will. Und noch schwieriger wird es, wenn Worte in einer fremden Sprache aus einer fremden Kultur in das Ohr dringen. Doch wir haben zum Glück nicht nur den Sinn des Hörens und des Sprechens von Gott geschenkt bekommen, sondern auch den Sinn des Sehens, des Schmeckens und des Tastens und Fühlen. Und mit all diesen Sinnen und unserem Wollen ist es uns möglich zu Hören. Zu hören in unserer ganz eigenen Sprache.

Lassen wir uns von ganzem Herzen darauf ein, den Hl. Geist in all seinen Sprachen und Formen, in denen er zu uns spricht, aufzunehmen, zu verinnerlichen und ihm zu folgen. Lassen wir uns darauf ein, wachsam, tolerant, warmherzig, barmherzig, hilfsbereit, aufopfernd gegenüber dem Anderen zu sein. Zeigen wir, dass wir Willens sind, Pfingsten als solches was es bedeutet: „Das Kommen des Heiligen Geistes auf uns.“, anzunehmen und das damit verbundene Ende der österlichen Zeit zu begehen. Christus wurde geboren, ans Kreuz geschlagen, er ist Ostern auferstanden von den Toten, er ist an Himmelfahrt aufgestiegen zu seinem Vater im Himmel und verinnerlicht den Glauben an den dreifaltigen Gott mit dem Pfingstfest, dem Fest des Hl. Geistes.

esh pfingstbrief bild taubeUnd wenn Sie Lust haben, als Familienkreis, Jugendkreis oder Seniorenkreis, als Chor oder ganz privat in Zukunft das Pfingstfest hier im Edith-Stein-Haus erleben zu wollen, so seien Sie jetzt schon: „Ganz herzlich willkommen!“.

Ihr Lothar Pfeil und sein tolles Team vom ESH wünschen Ihnen ein frohes, gesundes und gesegnetes Pfingsten 2018!