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Gedanken zur Hl. Edith Stein 2019

Am 26. Mai, am Tag der Europawahl, gastierte das „DEIN THEATER“ – Theater auf Bestellung – aus Stuttgart in Dreilützow im Gewächshaus. Es wurde das Stück „Edith Stein - Schlesische Philosophin, Lehrerin und Nonne – Eine vergessene weibliche Stimme“ aufgeführt.

Über 100 Besucher kamen zu dieser Vorstellung und wurden binnen kürzester Zeit von den zwei Schauspielerinnen in den Bann gezogen. Auf ihre ganz spezielle und persönliche Art und Weise als auch deren Interpretation wurde das Leben der Europaheiligen Edith Stein dargestellt. Schon in der Pause wurde angeregt über dieses Theaterstück gesprochen und nach der Aufführung kam es noch zu einer sehr interessanten Frage – Antwort - Zeit. Die Zuschauer als auch die Schauspielerinnen konnten aus der jeweiligen Sichtweise ihre Meinung sagen. Viele Gäste waren erstaunt, wer Edith Stein war, woher sie kam, welch ein intensives Leben sie führte, wie Ihre Worte heute noch Gültigkeit haben und was sie eigentlich zu einer Heiligen machte. Die Aufführenden bekamen viel Applaus vom Publikum und Dankesworte mit auf ihren Heimweg.

Zitate von Edith Stein, die Bestandteil des Theaterstücks waren:

Schließlich kann die Frau ganz unabhängig von dem Beruf, in dem sie steht – ob er ihrer Eigenart entgegenkommt oder nicht -, an jedem Platz ihren Eigenwert wirken lassen und damit Frieden stiften. Überall kommt sie mit Menschen zusammen, überall wird sie Gelegenheit finden zu stützen, zu raten, zu helfen. In Fabriken und Büros kann sie durch Freundlichkeit und Anteilnahme Gespräche in Gang bringen und den Alltag erleichtern. Parteilose Mütterlichkeit ist Eigenwert der Frau.

• Der Nächste ist nicht der, den ich mag. Er ist ein jeder, der mir nahe kommt – ohne Ausnahme.

• Ich bin der Meinung, dass in jedem Menschen die Potenzen für beide Geschlechtstypen liegen.

• Meine Betrachtungen sind keine hohen Geistesflüge, sondern meist sehr bescheiden und einfach. Das Beste daran ist die Dankbarkeit dafür, dass mir dieser Platz als irdische Heimat und Stufe zur ewigen Heimat geschenkt ist.

• Man ist auf der Welt, um zu leben. Man soll nicht verzweifeln, wenn es anders geht, als man’s gedacht hat. Man soll an das denken, was einem bleibt, und auch daran, dass man hier bloß zu Besuch ist und dass alles, was einen jetzt bedrückt, am Ende eine andere Bedeutung hat, als man jetzt erkennen kann.

• Die modernen Lebensverhältnisse bieten der Frau Berufsarbeit. Aber man kann keineswegs behaupten, dass alle Befriedigung darin finden, und noch weniger sind es, die die weibliche Eigenart im Berufsleben durchsetzen können.

• Als Gymnasiastin und junge Studentin bin ich radikale Frauenrechtlerin gewesen. Dann verlor ich das Interesse an der ganzen Frage. Jetzt suche ich, weil ich muss, nach rein sachlichen Lösungen.

Das Theaterstück war ein Teil auf dem Weg zum pastoralen Raum (Ludwigslust – Hagenow –Wittenburg) mit dem zukünftigen Namen Edith Stein, welcher am 25. August 2019 in Wittenburg gegründet wird.

Am 09. August begeht die katholische Kirche den Gedenktag von Theresa Benedicta vom Kreuz, der Hl. Edith Stein, die vermutlich an diesem Tag im Konzentrationslager in Auschwitz-Birkenau 1942 ermordet wurde.

Ihr Lothar Ansgar Pfeil und sein Team vom ESH wünschen Ihnen eine frohe, gesunde und gesegnete Sommer- und Urlaubszeit und einen goldigen Herbst 2019! Und sollten Sie in der Nähe sein, schauen Sie ruhig mal rein, wir freuen uns auf Ihren Besuch in einem Haus, wo der Geist der Hl. Edith Stein lebt.