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Veranstaltungen im Dezember 2012

Parchim, den 6.11.2012


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

nach der Umstellung von der Sommerzeit auf Normalzeit ist der Beginn der dunklen Jahreszeit richtig bewusst geworden. Zwar haben wir uns mit so viel Kunstlicht umgeben, dass schon von „optischer Umweltverschmutzung" oder auch „Lichtverschmutzung" gesprochen wird.

Trotzdem merken wir, besonders im November, wie sehr unser Lebensgefühl, unsere Stimmung vom Tageslicht abhängt. Doch ein dunkler Raum, nur durch Kerzenlicht erhellt, verbreitet eine Atmosphäre, die im hellsten Sonnenlicht nicht erreicht werden kann. So wie unser Leben helle und dunkle Momente kennt, so gehört auch der Wechsel von Licht und Dunkel, von Tag und Nacht, von Sommer und Winter zu unserem Leben.

In der antiken Tageseinteilung begann der neue Tag mit dem Sonnenuntergang am Vorabend. Danach ging der neue Tag zunächst in die dunkle Nacht und schwang sich dann mit dem Morgenrot zu neuer Helligkeit empor. Damit war ein ganz anderes Tagesgefühl verbunden, als bei unserer heutigen Tageseinteilung. Wir beginnen den Tag mit der Dunkelheit ab Mitternacht und lassen ihn auch wieder in der Dunkelheit enden. Für den antiken Menschen kam nach der Dunkelheit der helle Tag, nach dem Dunkel folgte das Licht. Übertragen auf andere Lebensbereiche war damit die starke Hoffnung verbunden, dass nach dem Leid die Freude folgte, nach der Drangsal die Befreiung, nach dem Tod das Leben.

In der Christnacht haben wir noch diese Einteilung, sonst könnte ja Weihnachten (25.12.), das Geburtsfest Christi, nicht schon am Heiligen Abend (24.12.) beginnen. In vielen Liedern und Bräuchen wird das stillschweigend vorausgesetzt. Jedes hat seine Zeit, die Nacht und der Tag, der Winter und der Sommer, der Tod und das Leben.

Wenn wir unser Lebensgefühl, unsere Lebensstimmung auch an äußeren Symbolen fest machen (und das kann sehr hilfreich sein), ist es kontraproduktiv, wenn die Handelsketten schon ab Oktober „Weihnachtsaccessoires" anbieten und in den Kaufhäusern Adventsmusik spielt. Vielleicht wäre es da hilfreich, den Managern einen Tipp zu geben bzw. durch Kaufverweigerung ein Zeichen zu setzen.

Auf der sicheren Seite sind wir aber, wenn wir uns nicht von den äußeren Zeichen abhängig machen, sondern versuchen, das innere Geschehen von Advent und Weihnachten mehr und vertieft zu erfassen.

Das wünsche ich Ihnen und dass Sie gut durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Ihr

Dr. Stephan Handy
Diakon

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