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Zum Jahreswechsel

Parchim, den 10.12.2014


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

in der Symbolik zu Advent und Weihnachten spielt für uns in Europa das Licht eine herausragende Rolle: die Lichterketten in den Fenstern und Straßen, der Adventskranz mit seinen vier Kerzen, der Christbaum, der am Heiligen Abend zum Leuchten gebracht wird. Dazu gehören auch Melodien, die diese Zeit prägen und uns in die vorweihnachtliche Stimmung bringen können. Viele singen davon, dass Christus das Licht der Welt ist, das unsere Dunkelheit erhellt, das uns Orientierung und Ausrichtung gibt, das die Schatten des Todes vertreibt.


In anderen Ländern, in denen die Dunkelheit des Winters nicht so dominant ist, spielen andere Aspekte der Weihnacht eine wichtige Rolle. Wie ein befreundeter Diakon aus Argentinien berichtete, steht dort die Befreiung des Menschen durch die Geburt des Gottessohnes im Vordergrund der Feiern. Der Mensch wird durch die Botschaft der bedingungslosen Liebe Gottes zu seiner Schöpfung von Angst befreit: von der Angst vor dem strafenden Gott, von der Angst vor dem Tode, von der Angst vor den Folgen der Sünde, von der Angst vor dem Mitmenschen. Letzteres befreit uns zu einem menschlichen Miteinander, das frei ist von Unterdrückung, Ausbeutung und Hass. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Lassen wir uns durch die Feier auch dieses Advents ermutigen und unser Leben erhellen, damit wir das Ziel der Sehnsucht der Menschheit nicht aus den Augen verlieren, gerade auch in einer Zeit, die von Konflikten, Rivalitäten und Kriegen erschüttert wird.
So wünsche ich Ihnen eine erleuchtete, frohe und befreiende Weihnacht und ein gesegnetes Neues Jahr 2015.


Mit adventlichem Gruß

Ihr
Dr. Stephan Handy

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