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Chronik

95 Jahre Katholische Bildungsarbeit in Parchim

St. Nikolausstift und Edith-Stein-Haus

 

19.03.1925

die Missionsschwestern vom „Heiligen Namen Mariens“ kommen nach Parchim

Juni 1925

Bischof Berning besichtigt das im Bau befindliche Kinderheim

28.08.1925

Einweihung des Kinderheims in Parchim (Kommunikantenanstalt) „St. Nikolausstift“

 

23 Kommunionkinder wurden in das Heim aufgenommen, ca. 10 Wochen dauernde Kurse, für viele die einzige zusammenhängende religiöse Unterweisung, überwiegend Kinder polnischer Landarbeiter, die Teilnehmerzahl schwankte zwischen 14 und 46 Personen, pro Jahr zwei solcher Kurse, selbst in den Kriegsjahren

04.11.1930

Einweihung des 1930 erweiterten und umgebauten Hauses (Bonifatiuswerk)

Juli 1932

Zusätzlich ein Altersheim in den Räumen in Parchim

1933

Stiftung des Barons von Treuenfels aus Lenschow für ein neues Wirtschaftsgebäude

22.04.1933

Landwirtschaft zur Selbstversorgung wird aufgenommen

Sommer 1933

Kurgäste aus Berlin und Hamburg kommen im Sommer in das Nikolausstift, auch in den folgenden Jahren bis 1941; im Sommer 1940 kommen Erholungskinder aus Hamburg für 4 Wochen ins Haus, eine Wiederholung wird durch das NS Regime verhindert

03.07.1941

Auf Befehl des NS Gauleiters Hildebrand (Pferdeknecht aus Kiekindemark bei Parchim) wird das Heim beschlagnahmt, Schwestern verlassen am 16.07. das Haus, erhalten eine 3 - Zimmerwohnung in der Stadt

Juli 1945

Rückgabe des völlig desolaten St. Nikolausstiftes an die Kirche

Sept. 1945

erster Kommunionkurs nach Rückgabe des Hauses mit 19 Kindern, davon 7 im Heim, zweiter Kurs um Weihnachten 1945, schon 13 Kinder im Heim

Ende 1945

Zwischen Weihnachten und Silvester erster Exerzitienkurs im St. Nikolausstift mit 14 Teilnehmern bei Pater Gnazy (Steyler Missionare)

1945 – 1950

Ausbildung von Katechetinnen im St. Nikolausstift

1950

Auf Druck der DDR Ende der Kommunionkurse, ca. 1.500 Kinder wurden in 25 Jahren unterwiesen. Neben Kurskindern waren auch Heimkinder (familiengelöste Kinder) im Haus und fanden hier eine neue Heimat.

März 1950

Pater Georg Conrad SJ als Leiter der Exerzitienkurse in Parchim bestellt

1960

Pater Bruno Freund SJ Rektor in Parchim bis 1971

01.09.1971

Exerzitien- und Bildungshaus „St. Nikolausstift“ wird in den Status eines Bischöflichen Institutes erhoben, Pater Gerrit König SJ wird Rektor des Hauses

1978

Der Rektor Pater König SJ wird versetzt. Die Leitung des Hauses übernimmt Pater Franz Beschorner SJ am 01.09. bis 30.09.1980 mit den Missionsschwestern vom Heiligen Namen Mariens. Die Belegung und die inhaltliche Betreuung werden danach vom Seelsorgeamt des Bischöflichen Amtes Schwerin vorgenommen.

1990

Nach der Wende und der deutschen Wiedervereinigung genügen das Altenheim und das Exerzitienhaus nicht mehr den Erfordernissen und Ansprüchen der neuen Zeit. Es wird beschlossen, ein neues Altenheim und ein neues Exerzitien- und Bildungshaus zu errichten.

1994

Rektor des geplanten neuen Exerzitien- und Bildungshauses wird Diakon Dr. Stephan Handy

05.04.1994

Beginn der Bauarbeiten am neuen Exerzitien- und Bildungshaus

24.06.1994

Grundsteinlegung für das „Edith-Stein-Haus“ durch Weihbischof Norbert Werbs (Schwerin) und Pfarrer Johannes Peter Paul, welcher über Edith Stein als Namenspatronin des Hauses sprach.

05.05.1995

Begrüßung der ersten Gäste im neuen „Edith-Stein-Haus“

15.05.1995

Weihe der Kapelle durch Weihbischof Norbert Werbs

28.03.1996

Einweihung des Edith-Stein-Hauses durch Erzbischof Dr. Ludwig Averkamp (Hamburg)

01.01.1998

Berufung eines Kuratoriums für das Edith-Stein-Haus unter der Leitung von Weihbischof Werbs und Erstellung einer Satzung sowie Geschäftsordnung

01.01.1999

Anerkennung als „Staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung“ in M-V

10.04.2000

Beginn der Sprachkurse für Spätaussiedler

07.03.2005

Beginn der Integrationskurse, mit Teilnehmern aus Afrika, Asien, Europa sowie Süd- & Nordamerika, diese enden am 27.09.2012 mit dem 8. Kurs.

22.05.2005

Feier des zehnjährigen Bestehens des Edith-Stein-Hauses mit Erzbischof Dr. Werner Thissen mit einem Festhochamt in der Pfarrkirche „St. Josef“ in Parchim und anschließendem Fest im ESH Garten

01.07.2010

Frau Dorothea Dubiel wird Rektorin und Herr Diakon Dr. Handy wird Direktor des Hauses

2011

Abberufung der Hausmutter und einer zweiten Schwester der Missionsschwestern vom Heiligen Namen Mariens sowie Auflösung des gesamten Konvents in Parchim

22.08.2015

Feier des zwanzigjährigen Bestehens des ESH mit Weihbischof Norbert Werbs mit Festhochamt in der Kapelle des ESH, anschließend Festvortrag von Frau Prof. Wulf und einem Gartenfest mit dem Cateringservice vom „Stadtkrug“ Parchim

Herbst 2015

Die Rektorin Frau Dubiel und der Direktor Diakon Dr. Handy gehen in den Ruhestand, Frau Ulrike Schwarz (Leiterin der Kath. Familienbildungsstätte Teterow) wird kommissarische Leiterin des Hauses ab 01.12. bis 31.12.2016

31.12.2016

Das Kuratorium wurde von der Leitung des Erzbistums abberufen.

01.01.2017

Das Edith-Stein-Haus ist kein „Exerzitien- und Bildungshaus“ mehr, sondern ein „Beleghaus“ des Erzbischöflichen Amtes Schwerin, behält aber seinen Charakter bei, die Leitung übernimmt Herr Lothar Ansgar Pfeil als Geschäftsführer.

09.11.2019

Erzbischof Dr. Heße stellt das Edith-Stein-Haus als Beleghaus in Frage.

2020

Das Edith-Stein-Haus hat sein 25-jähriges Jubiläum.